Die banale Erkältung: Wo kommt sie her und wie kann man sich schützen?

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Jedes Jahr im Herbst oder spätestens im Winter ist es wieder so weit: Der Schnupfen zieht durchs Land. Erkältungskrankheiten gibt es überall auf der Welt, kein Mensch ist vor ihnen gefeit.

 Jedes Jahr im Herbst oder spätestens im Winter ist es wieder so weit: Der Schnupfen zieht durchs Land. Erkältungskrankheiten gibt es überall auf der Welt, kein Mensch ist vor ihnen gefeit. Da sie durch Viren ausgelöst werden, gibt es keine kausale Therapie; so können nur symptomatische Maßnahmen die Beschwerden lindern.

Kein Zweifel: Erkältungen führen die »Hitliste der erfolgreichsten Krankheiten« an.

Der deutsche Volksmund bezeichnet Erkältungskrankheiten häufig fälschlich als »Grippe«.

Die echte Grippe (Influenza) ist sehr viel seltener und unterscheidet sich deutlich von einer banalen Virusinfektion. Es handelt sich um ein schweres Krankheitsbild mit hohem Fieber, Husten, Kopf- und Muskelschmerzen.

Die Erkältung ist seit der Antike bekannt. Nahezu in allen Sprachen und in den alten Medizinlehren beinhaltet der Krankheitsname den Begriff Kälte oder leitet sich davon ab.

Die Volksweisen sind sich einig: Zieht man sich nicht ausreichend warm an, riskiert man eine Erkältung. Was ist an dieser überlieferten Meinung tatsächlich dran?

Die aktuelle wissenschaftliche Lehrmeinung ist klar. Eine Kälteexposition hat keinen kausalen Zusammenhang mit Erkältungen.

Die Wissenschaft erklärt vielmehr die Bezugnahme auf den Begriff Kälte durch das Frösteln und Kältegefühl, das als erstes Symptom einer banalen Virusinfektion auftritt. Einen weiteren möglichen Zusammenhang sehen die Wissenschaftler darin, dass sich Menschen während der kalten Jahreszeit vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten. Solche Menschenansammlungen in Kombination mit einer schlechteren Belüftung erhöhen zweifelsfrei die Ansteckungsgefahr.

Viren können etwa einen Meter von Mensch zu Mensch überqueren und bleiben dabei infektiös.

Die Übertragung von Viren erfolgt bei banalen Virusinfektionen in der Regel über verschiedene Mechanismen: Tröpfcheninfektion, Handkontakt, kontaminierte Gegenstände etc.. Umstritten ist, ob die Tröpfcheninfektion oder der Handkontakt der wichtigste Übertragungsweg ist.

Direkter Kontakt ist auf jeden Fall der effektivste Weg zur Verbreitung von Rhinoviren. Sehr erfolgreich ist dabei die Weitergabe durch infektiöses Sekret an den Händen einer erkrankten Person. Auf der Haut bleiben die Viren für zwei Stunden und länger ansteckend.

Auch wenn nicht bewiesen ist, welcher Übertragungsweg der wichtigste ist: Klar ist, dass häufiges Händewaschen und frühzeitiges Entsorgen von Taschentüchern oder anderen kontaminierten Gegenständen die Infektionsgefahr für die Umgebung senken kann.

Wie steht es nun um die Wirkung  bzw. den Vorbeuge- Effekt von Vitaminen, im Besonderen von Vitamin C?

Seit den 70er Jahren befassen sich Forscher mit dieser Frage; mit unterschiedlichen

Ergebnissen.

Der präventive Effekt der Ascorbinsäure, wie Vitamin C in der Fachsprache heißt,

ist sicher erwiesen für Menschen, die körperlich anstrengende Arbeit verrichten oder Leistungssport betreiben. Bei allen anderen lindern 200mg Vitamin C pro Tag im Erkältungsfall deutlich die Symptome.

Wer Vitamin C am liebsten in Form von Heißgetränken genießt, wie z.B. die Heiße Zitrone, sollte beachten, dass Vitamin C hitzeempfindlich ist. Folglich sollte man das Wasser nach dem Aufkochen kurz abkühlen lassen, dann aufgießen und zügig trinken.

Was Sie sonst noch in der Erkältungszeit für Ihre Gesundheit tun können, verrät Ihnen Ihre Apotheke.